Andreas Franken ist ein promovierter Geistes- und Kommunikationswissenschaftler, der als Online-Redakteur in Berlin arbeitet.

Streifzüge und Reflexionen – ein Blogprojekt von Andreas Franken

Auf Streifzüge und Reflexionen bloggt Andreas Franken über Philosophie, Politik und Medien. Er analysiert gezielt politische, mediale und theoretische Diskurse hinsichtlich ihrer Funktionslogik und machtvollen Wirkungsweise. Andreas Franken schreibt insbesondere über alltägliche Lektüre-Fundstücke, Praktisches und Theoretisches sowie über Erfahrungen, die er in seiner Berufs- und Lebenswelt macht.

Andreas Franken – kontrovers. aufklärend. anregend.

Es bleibt aber nicht bei der bloßen Analyse. Denn der Geistes- und Kommunikationswissenschaftler hakt auch in Debatten ein und bezieht klar Stellung. Mit seinen Streifzügen und Reflexionen versucht er, die Diskussionskultur in der gegenwärtigen Postdemokratie zu beleben. Jedoch verficht Andreas Franken dabei nicht unbedingt die Auffassungen eines bestimmten politischen Lagers. Stärker als politischen Etikettierungen wie links und rechts fühlt er sich den Grundpositionen von vier großen Denkern verpflichtet:

Nach Immanuel Kant erlangt der Einzelne nur Mündigkeit, wenn er den Mut aufbringt, seinen Verstand ohne die Leitung eines anderen zu gebrauchen. Dieses Ethos zu praktizieren ist auch in einer sich als liberal und demokratisch verstehenden Gesellschaft wie der unsrigen eine stetige Aufgabe.

Friedrich Nietzsche hat als Moralgenealoge einen diagnostischen Zugriff auf die Kultur. Er deckt die Herkunft unserer Werturteile und Meinungen auf. Somit klärt Nietzsche schonungslos über die Machtverhältnisse auf, in die wir verstrickt sind und eröffnet dadurch Möglichkeiten für alternatives Handeln.

Der Soziologe Max Weber steht für eine realistische Auffassung vom Menschen. Auf diesem illusionslosen Menschenbild fußt seine berühmte Unterscheidung von Verantwortungs- und Gesinnungsethik. Sie ist gerade angesichts des vorherrschenden Tugendterrors der Political Correctness brandaktuell.

Michel Foucault denkt Nietzsche konsequent weiter. Mit Foucaults Analyserastern für Machtverhältnisse können politisch-mediale Diskursordnungen seziert werden, um letztlich zu zeigen, was es bedeutet, das zu sagen, was wir heute sagen. In einer Zeit, in der Meinungskorridore enger werden, ist deshalb Foucaults „Analytik der Macht“ eine unverzichtbare Werkzeugkiste.

Andreas Franken wünscht Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!